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EU-Innovationsfonds fördert RWE Waste-to-Hydrogen-Projekt FUREC

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Autor: Magnus Schwarz

EU-Innovationsfonds fördert RWE Waste-to-Hydrogen-Projekt FUREC
FUREC: RWE plant Wasserstoff-Erzeugung im niederländischen Limburg (Quelle: RWE)

24. Januar 2023 | Das RWE-Projekt FUREC hat vom EU-Innovationsfonds eine Förderzusage in Höhe von 108 Mio. Euro erhalten. Dies meldete der Konzern am Donnerstag. Bei dem Projekt geht es um die Erzeugung von zirkulärem und grünem Wasserstoff aus nicht verwertbaren Siedlungsabfällen im niederländischen Limburg.

Die Finanzierung durch den EU-Innovationsfonds sieht RWE als Meilenstein für das Vorantreiben des FUREC-Projekts, dessen Fertigstellung Investitionen von mehr als 600 Millionen Euro erfordere. Roger Miesen, CEO von RWE Generation, nahm die Förderzusage in Brüssel entgegen.

Im nächsten Schritt plant RWE, die notwendigen Genehmigungen und Zulassungen einzuholen. Parallel dazu beginnt RWE, mit Lieferanten für die Anlagen, möglichen Abnehmern für Wasserstoff und CO2 sowie Unternehmen, die Abfälle in geeigneter Menge und Qualität liefern, Vorverträge zu schließen. Eine endgültige Investitionsentscheidung will der Konzern im Jahr 2024 treffen.

Fuse Reuse Recycle (FUREC)

Im Rahmen des FUREC-Projekts plant RWE, in Zevenellen in der niederländischen Provinz Limburg, eine Anlage, in der nicht-wiederverwertbare, feste Siedlungsabfälle zu Pellets verarbeitet werden. Die Anlage wird etwa 700.000 Tonnen feste Siedlungsabfälle pro Jahr verarbeiten, von denen etwa 50 % biogenen Ursprungs sein werden, wie z. B. Textilien, Papier. Das entspricht etwa der Menge an Siedlungsabfällen, die zwei Millionen Menschen pro Jahr produzieren.

Die Ausgangsstoffpellets aus der Vorbehandlungsanlage werden in einer zweiten Anlage in Wasserstoff umgewandelt, die RWE im Industriepark Chemelot in Limburg errichtet. Die Anlage wird voraussichtlich 54.000 t Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Das entspricht der Produktion einer Elektrolyse-Anlage, die mit einem 700-MW-Offshore-Windpark gekoppelt ist.

Durch den Einsatz des auf diese Weise erzeugten Wasserstoffs kann der Industriepark Chemelot in Limburg seinen Erdgasverbrauch um mehr als 280 Mio. m³ jährlich senken. Das entspricht der Hälfte des jährlichen Erdgasverbrauchs aller Limburger Haushalte. Auf diese Weise werden rund 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Das bei der Wasserstoffproduktion freigesetzte CO2 wird aufgefangen und kann gespeichert oder als Rohstoff für die Industrie genutzt werden. Der Wasserstoff wird entweder lokal im Industriepark Chemelot vermarktet oder zu Industrieunternehmen in Rotterdam und im Ruhrgebiet transportiert. Die dafür notwendigen Netzanschlüsse an die Wasserstoff- und CO2-Infrastruktur werden im Rahmen von FUREC vorbereitet.

FUREC umfasst zwei zu errichtende Anlagen in den Niederlanden, die Restmüll in „zirkulären“ und grünen Wasserstoff umwandeln (Quelle: RWE)

Der EU-Innovationsfonds

FUREC erhält Mittel aus dem EU-Innovationsfonds, der sich zu 100 % aus dem EU-Emissionshandelssystem finanziert. Zwischen 2020 und 2030 wird der Fonds voraussichtlich rund 38 Mrd. Euro für die kommerzielle Demonstration innovativer kohlenstoffarmer Technologien bereitstellen, um industrielle Lösungen auf den Markt zu bringen, die zur Dekarbonisierung Europas beitragen und den Übergang zur Klimaneutralität unterstützen.

RWE sieht FUREC als Blaupause für ähnliche Vorhaben an weiteren Standorten in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern.

“Paradebeispiel für die Kreislaufwirtschaft”

„FUREC nutzt Abfälle zur Wasserstofferzeugung. Damit ist unser Projekt ein Paradebeispiel für die Kreislaufwirtschaft. Die Förderzusage des EU-Innovationsfonds unterstreicht, dass RWE mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten kann. Mittels Wasserstoff kann insbesondere die chemische Industrie Rohstoffe nachhaltiger produzieren.
Hier setzen wir mit unserem Projekt an. Mit FUREC ermöglichen wir den Aufbau eines Zentrums für Kreislaufwirtschaft in der Region Limburg. Zugleich ermöglichen wir es der chemischen Industrie, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. So kann FUREC die Blaupause für andere Standorte in den Niederlanden und in Europa liefern.“

 

(Quelle: RWE/2023)

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