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Wasserstoffinfrastruktur: Creos wird assoziierter Partner bei Flow – making hydrogen happen

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Autor: Magnus Schwarz

Wasserstoffinfrastruktur: Creos wird assoziierter Partner bei Flow – making hydrogen happen
Logo der jüngst gegründeten Initiative (Quelle: Flow)

21. Dezember 2022 | Creos Deutschland hat sich als assoziierter Partner dem neuen Wasserstoff-Netzwerk flow- making hydrogen happen angeschlossen.

Die Creos Deutschland ist mit ihrem Wasserstoff-Projekt mosaHYc eine Partnerschaft mit dem Wasserstoff-Netzwerk flow eingegangen. Dadurch will sie die Möglichkeit schaffen, bis 2030 eine eigene Wasserstoffinfrastruktur im Osten von Rheinland-Pfalz aufzubauen und mittelfristig das eigene Wasserstoffnetz im Saarland in das geplante, länderübergreifende Infrastruktursystem für Wasserstoff einzubinden.

Dieses verläuft ausgehend von Mecklenburg-Vorpommern über Thüringen bis nach Hessen und Baden-Württemberg. Langfristiges Ziel ist, die großen Erzeugungs- und Importkapazitäten von klimaneutralem Wasserstoff im Norden mit den Verbrauchern im Südwesten Deutschlands zu verbinden.

Transnationale Wasserstoffinfrastruktur

Einen ersten Schritt im Saarland stellt das grenzübergreifende Wasserstoffprojekt mosaHYc dar. Hierzu werden rund 70 km Gasinfrastruktur in Frankreich und 30 km Gasinfrastruktur im Saarland auf Wasserstoff umgestellt beziehungsweise neu gebaut. Dieses erste Inselnetz soll ab 2027 zunächst vor allem die saarländische Stahlindustrie mit klimaneutralem Wasserstoff versorgen.

Durch flow ergibt sich nun für die Creos Deutschland eine konkrete Perspektive, die Wasserstoffinfrastruktur über mosaHYC hinaus weiter mitzuentwickeln. Mit der Umstellung weiterer Gasleitungen im Saarland und in Rheinland-Pfalz beabsichtigt die Creos Deutschland dann in den 2030er Jahren die Verbindung beider Wasserstoffinselnetze und damit die Verbindung von flow und dem französischen Wasserstoffnetz zu realisieren.

„Die Vorbereitungen für eine Versorgung mit Wasserstoff sind dringlicher denn je. Mit der Beteiligung an flow wollen wir zukünftig den möglichen Wasserstoffbedarf für unsere Kunden im Saarland und in Rheinland-Pfalz sichern. So machen wir ihre Energieversorgung und unsere eigene Infrastruktur fit für eine klimaneutrale Zukunft“, erklärt Jens Apelt, Geschäftsführer der Creos Deutschland GmbH.

Das in Deutschland geplante Wasserstoffnetz (Quelle: Flow)

Das in Deutschland geplante Wasserstoffnetz (Quelle: Flow)

Projekt flow – making hydrogen happen

Schnell, groß und zukunftsfähig: GASCADE Gastransport GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH und terranets bw GmbH wollen mit flow – making hydrogen happen ein Pipelinesystem für klimaneutralen Wasserstoff schaffen, das in drei Schritten von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands verläuft. Perspektivisch soll dieser Korridor fünf europäische Nachbarländer verbinden.

Bereits jetzt sind zahlreiche assoziierte Projektpartner an Bord.

Weitere Informationen

mosaHYc

Im Projekt „mosaHYc“ (Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion) will die Creos Deutschland gemeinsam mit dem Netzbetreiber GRTgaz eine bestehende Gasinfrastruktur nutzen, um ein grenzüberschreitendes Hochdrucknetz für den Transport von Wasserstoff aufzubauen.

Ziel ist es, eine 100 km lange Infrastruktur zu schaffen, die es Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern in der „Großregion“ ermöglicht, Geschäftsmodelle in der Industrie, im Wärmemarkt und im Verkehrssektor zu entwickeln.

Weitere Informationen

 

(Creos Deutschland/2022)

 

 

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