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Neue Forschungsplattform WAVE-H2 erhält über 30 Mio. €

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Autor: Redaktion

Neue Forschungsplattform WAVE-H2 erhält über 30 Mio. €
(Adobe Stock/malp)

Mit 36 Mio. € fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die “wandlungsfähige, energieflexible und vernetzte H2-Industrieplattform (WAVE-H2)”. Aufgebaut wird sie von den Instituten für Energieeffizienz in der Produktion und für Photovotaik der Universität Stuttgart. Mit der Plattform entsteht eine wasserstoffbasierte Innovationspipeline für eine große Bandbreite industrieller Anwendungen, welche die Dekarbonisierung des Industriesektors weiter vorantreibt. Sie ist darüber hinaus auch ein Katalysator für Technologieentwicklung und Personalausbildung.

Kosten für Technologien sind noch zu hoch

Eine vernetzte und dynamische Wasserstoffinfrastruktur kann ganz unterschiedliche Sektoren bei der Defossilisierung unterstützen und damit zukunftsfähig machen. Schon heute ist der technologische Reifegrad vieler Wasserstofftechnologien (etwa Brennstoffzellen) hoch, aber die Kosten verhindern eine breite Nutzung.

„Um unser Energiesystem tatsächlich zu transformieren, die Umsetzungshemmnisse und die Kosten der Komponenten für Wasserstofftechnologien weiter zu reduzieren, wird eine steigende Marktdurchdringung mit hohen Stückzahlen, Testzentren für Wasserstofftechnologien und industrienahe Umsetzungen von Wasserstoffanwendungen benötigt“, so Prof. Alexander Sauer, Leiter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion EEP und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Hier setzt WAVE-H2 an. Die Plattform entwickelt den wirtschaftlichen Betrieb und die technologische Integrationsfähigkeit weiter und treibt die technologische Entwicklungen von wasserstoffintegrierten Industrielösungen voran. So können neue Anwendungsfälle in der Industrie identifiziert und zur Marktreife gebracht werden.

WAVE-H2 ist technologieoffen

Die wandlungsfähige H2-Industrieforschungsplattform integriert unterschiedliche Technologieoptionen für die Erzeugung, Verteilung, Speicherung sowie den Verbrauch von H2 in einem vernetzten industriellen Energiesystem und erlaubt so eine systematische Entwicklung und Erprobung innovativer Produktions- und Energietechnologien.

„In Innovationsmodulen entstehen zusätzlich technologische Neuentwicklungen, wie die Erzeugung von Wasserstoff mit Hilfe von Feststoffen (Solid to Power) sowie die Wasserstoffveredlung zu synthetischen Kraft- und Wertstoffen“, erklärt Prof. Kai Peter Birke, Inhaber der Professur für Elektrische Energiespeichersysteme am ipv.

Diese Entwicklungen finden sukzessive am Beispiel des energetischen Gesamtsystems der H2-Industrieforschungsplattform Anwendung.

Die H2-Industrieforschungsplattform wird im industriellen Maßstab aufgebaut und betrieben. So können Firmen ihre Prozesse umrüsten und dort testen. Durch die variable Nutzung der unterschiedlichen Technologien lässt sich so die ideale Wasserstoffwertschöpfungskette für unterschiedliches Industrieanwendungen erproben.

 

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