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Studie evaluiert transatlantischen Wasserstofftransport via LOHC

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Autor: Magnus Schwarz

Greenergy International Ltd ist ein britischer Vertreiber von Benzin und Diesel für Kraftfahrzeuge. Der Marktanteil in Großbritannien liegt bei über 25 %. Nun plant das Unternehmen, in großem Stil in den Wasserstoffhandel einzusteigen.

Der Konzern mischt Kraftstoffe an Terminals, u.a. an der unteren Themsemündung. Täglich verkauft der Konzern nach eigenen Angaben über 20 Mio. l Liter Benzin und Diesel

Der Zugang von Greenergy zu großen Terminals sei geeignet für Import, Freisetzung und Verteilung von Wasserstoff mit LOHC. Das Terminal “Navigator Thames” an der unteren Themsemündung ist nun als strategischer Standort für die Deckung der erwarteten Nachfrage nach Wasserstoff identifiziert worden.

Ein Mineralölhändler setzt auf LOHC

Das Vertriebsnetz und der starke Kundenstamm von Greenergy ermöglichen die Belieferung verschiedener Industrie- und Gewerbekunden in Großbritannien. Die besonderen Eigenschaften von LOHC könnten sich als ideal erweisen, um in Kanada produzierten Wasserstoff zum Endnutzer zu transportieren.

Dies soll die Studie nun ermitteln.

Christian Flach, Chief Executive Officer von Greenergy, sagt:

„Die Zusammenarbeit mit Hydrogenious ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie, unseren Kunden kostengünstigen Wasserstoff unter Nutzung der bestehenden Speicher- und Lieferinfrastruktur anzubieten. Die Bereitstellung von Wasserstoff ist ein wichtiges Ziel bei der Unterstützung der Energiewende.”

Dr. Toralf Pohl, Chief Commercial Officer bei Hydrogenious LOHC Technologies, ergänzt:

„Nordamerika wird bald ein Schlüsselmarkt für den Export von sauberem Wasserstoff in großem Maßstab nach Europa sein. Großbritannien hat sich dem Wasserstoffverbrauch verschrieben, und gemeinsam mit Greenergy werden wir nun die Möglichkeit prüfen, eine LOHC-basierte Wasserstofflieferkette aufzubauen.

 

Dazu gehören der Bau von Speicher- und Freisetzungsanlagen in Kanada und Großbritannien, die mehr als 100 t Wasserstoff pro Tag verarbeiten können, während wir die bestehende Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe in Häfen mit unserer LOHC-Technologie nutzen.”

„Wasserstoff-Öl” LOHC

LOHC-Technologie wie jene von Hydrogenious ermöglicht es, Wasserstoff chemisch an ein Thermoöl zu binden, um ihn sicher zu speichern und in großen Mengen zu transportieren. Dabei kann die bestehende Infrastruktur für flüssige Brennstoffe genutzt werden.

Durch die vorübergehende Bindung an den LOHC wird Wasserstoff vergleichsweise einfach in Häfen und städtischen Gebieten transportiert und umgeschlagen. Bei Ankunft und Entladung am Importort wird der Wasserstoff dann aus dem Flüssigträger freigesetzt und als reiner grüner Wasserstoff an die Endverbraucher geliefert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: Hydrogenious LOHC / 2023)

 

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