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Unsterstützung für Wasserstoff-Forschung in Westafrika

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Autor: Magnus Schwarz

Unsterstützung für Wasserstoff-Forschung in Westafrika
Wollen die Zusammenarbeit ausweiten (v.l.): Vorstandsvorsitzender Prof. Wolfgang Marquardt (Forschungszentrum Jülich), Geschäftsführender Direktor Dr. Moumini Savadogo (WASCAL) und Prof. Peter Letmathe (RWTH Aachen, Koordinator der Graduiertenschule IMP-EGH) (Quelle: Forschungszentrum Jülich / Sabine Clemens)

16. November 2022 | Mit dem „International Masters Programme in Energy and Green Hydrogen“ (IMP-EGH) wollen WASCAL, das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen Studierende aus 15 Staaten Westafrikas für das Zukunftsthema Grüner Wasserstoff qualifizieren.

Im Rahmen einer Delegationsreise nach Westafrika von Vertreter:innen der RWTH Aachen, der Universität Rostock und des Forschungszentrums Jülich unterzeichnete Vorstandsvorsitzender Prof. Wolfgang Marquardt in Accra (Ghana) eine Übereinkunft, die Zusammenarbeit mit den westafrikanischen Universitäten und dem Partner WASCAL (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) auszuweiten. Das IMP-EGH-Studienprogramm ist ein wesentlicher Bestandteil.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den zweijährigen Studiengang im Rahmen des Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ zunächst bis 2025 mit acht Millionen Euro.

Im 2021 gestarteten Masterprogramm werden die jungen afrikanischen Student:innen – gegenwärtig sind es 60 – auf der Grundlage internationaler Standards und Best Practices ausgebildet. In sechs verschiedenen Tracks spezialisieren sie sich unter anderem auf Ökonomie, Photovoltaik oder grüne Wasserstofftechnologie. Im Rahmen des Studiengangs geben Professor:innen aus Deutschland Lehrveranstaltungen in Westafrika. Für die Abschlussarbeit werden die Studierenden wiederum im vierten Semester nach Deutschland kommen, um diese hier zu bearbeiten und zu schreiben.

H2-Atlas Afrika

Westafrika hat enormes Potenzial, Sonnen- und Windenergie zu erzeugen und daraus Grünen Wasserstoff herzustellen – mehr als es für seinen eigenen Bedarf brauchen wird. Der Kontinent könnte künftig in großem Stil nachhaltigen Wasserstoff exportieren.

Vor diesem Hintergrund entstand in den vergangenen Jahren der „H2-Atlas Afrika“, der Entscheidern aus Politik und Industrie Orientierung bietet. Das Projekt wird von dem Jülicher Wissenschaftler Dr. Solomon Agbo koordiniert. 2021 wurde als „Herzstück” ein interaktives Wasserstoff-Tool online gestellt, das die für das Netz aufgearbeiteten Ergebnisse der einzelnen Regionen präsentiert.

Zum H2-Atlas Afrika

 

(FZ Jülich/2022)

 

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