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Förderaufruf zur Kooperation mit Kanada

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Autor: Redaktion

Förderaufruf zur Kooperation mit Kanada
(Adobe Stock/malp)

Deutschland und Kanada wollen ihre Energiesysteme transformieren und gemeinsam an der Zukunft der Energiepolitik arbeiten. Dabei soll insbesondere der Austausch und die Kooperation in grünen Wasserstofftechnologien als Technologie mit großem Zukunftspotential und zentralem Bestandteil der deutschen Dekarbonisierungsstrategie gestärkt werden.

Der vorliegende Förderaufruf erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Nationalen Wasserstoffstrategie, der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung sowie insbesondere unter der Rahmenbekanntmachung zur Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen für internationale Projekte zum Thema Grüner Wasserstoff.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte von gegenseitigem Interesse mit kanadischen Partnern zu fördern und damit zu einer Intensivierung der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit (WTZ) mit Kanada beizutragen. Zu den inhaltlich/fachlichen Zielen was das Thema Wasserstoffwirtschaft/-technologie betrifft, wird auf die Rahmenbekanntmachung verwiesen, die die wesentliche Grundlage für diesen Förderaufruf darstellt.

Konkret soll die Zusammenarbeit von deutschen und kanadischen Partnern aus Wissenschaft und Industrie (2+3) in Form von internationalen Verbundforschungsvorhaben entsprechend Modul C der Rahmenbekanntmachung zur Förderung von Zuwendungen für internationale Projekte zum Thema Grüner Wasserstoff gefördert werden. Das Konsortium muss aus mindestens zwei deutschen Partnern (eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung und ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – insbesondere kleine oder mittlere Unternehmen) und, abweichend zu den Regelungen in der RBK, mindestens drei kanadischen Partnern (ein Forschungszentrum des National Research Council, eine Universität und ein zuwendungsfähiger kanadischer Firmenpartner) bestehen (2+3-Bekanntmachung).

Gefördert werden im Rahmen dieses Förderaufrufs Forschungsprojekte als Verbundvorhaben, die in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Kanada eines oder mehrere der nachfolgenden Themen bearbeiten:

  • Angewandte Forschung zur Förderung des grundlegenden Verständnisses der Wasserstoffproduktion, einschließlich Elektrochemie, Fotokatalyse und Speichertechnologien oder -medien.
  • Erforschung, Entwicklung und fortgeschrittene Charakterisierung neuer oder neuartiger Materialien und Komponenten, einschließlich Katalysatoren, Elektroden und Membranen zur Verbesserung von Geräten, Produktion und Transport von Wasserstoff.
  • Fortgeschrittene Methoden für die Herstellung, Charakterisierung und Analyse oder Klassifizierung von Werkstoffen oder Bauteilen, z.B.: unter Verwendung von Hochdurchsatzmethoden wie fortgeschrittener Modellierung oder durch künstliche Intelligenz unterstützte Methoden und Plattformen.
  • Einsatz neuartiger Systemmodellierungstechniken zur Produktions- oder Prozessgestaltung, insbesondere zur Steigerung der Kosteneffizienz von Wasserstofftechnologien. Dies schließt die Verwendung von technisch-wirtschaftlichen sowie Lebenszyklus-Bewertungen von Wasserstoffproduktionspfaden im Kontext der kanadischen oder deutschen Energiesysteme ein.
  • Geräteentwicklung, Prototyping und Systemvalidierung im Zusammenhang mit der Herstellung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff sowie Wasserstofftransportinfrastruktur und –logistik.
  • Neuartige Lösungen für die Integration von Wasserstoff-Wertschöpfungsketten in nationale Energiesysteme.

 

Von den Projekten wird erwartet, dass sie den neuesten Stand der Forschung vorantreiben sowie praktische und marktbezogene Bedeutung haben. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Wasserstoffwirtschaft und zur Kommerzialisierung von Wasserstofftechnologien leisten. Die Vorhaben sollen sich auf spezifische Ziele beziehen, die in den nationalen Wasserstoffstrategien Deutschlands und Kanadas genannt werden, und einen Beitrag zu den genannten Zielen und Maßnahmen leisten. Dies wird bei der der Auswahl der Projekte, zusätzlich zu den in der Rahmenbekanntmachung unter Kapitel 7.2.1 genannten Auswahlkriterien berücksichtigt.

Die Zuwendungen werden im Wege der nicht rückzahlbaren Zuwendung im Rahmen der Projektförderung und in der Regel mit maximal 750.000 Euro je Verbundprojekt für die deutsche Seite sowie in der Regel für eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten gewährt.

In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 21März 2022 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen. Die Projektskizze soll neben den in der Rahmen-BKM genannten Aspekten folgende Informationen enthalten:

  • Aussagekräftige Informationen zu den deutschen und kanadischen Projektpartnern und ihrer Rolle im Konsortium
  • Darstellung der geplanten Maßnahmen zur Umsetzung der genannten Ziele der Fördermaßnahme, inkl. GANTT/PERT Diagramm der geplanten Arbeitsschritte.
  • Darstellung des Mehrwerts der internationalen Zusammenarbeit

 

Zur besseren Abstimmung mit den kanadischen Partnern kann die Projektskizze in Englisch vorgelegt werden. Im Falle der Einreichung einer englischen Projektskizze ist eine einseitige deutsche Zusammenfassung unerlässlich.

Ansprechpartner ist der DLR Projektträger, Europäische und internationale Zusammenarbeit:

Fachliche Ansprechpartnerin:
Dr. Barbara Hellebrandt
Telefon: +49 228/38 21-1433
Telefax: +49 228/38 21-1444
E-Mail: Barbara.Hellebrandt@dlr.de

Administrative Ansprechpartnerin:
Claudia Gruner
Telefon: +49 228/38 21-1471
Telefax: +49 228/38 21-1444
E-Mail: claudia.gruner@dlr.de

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