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Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Projekt Zukunft RuH2r

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Autor: Redaktion

Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Projekt Zukunft RuH2r

In der Scharnierregion zwischen Ruhrgebiet und Sauerland soll im Rahmen von „Zukunft RuH2r“ ein regionales Wasserstoff-Cluster vor Ort entwickelt werden, das in einem nächsten Schritt an das deutschlandweite Wasserstoffnetz angeschlossen wird. Die Region bietet für die Errichtung eines Wasserstoff-Clusters gute Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang sind zum einen bestehende Kraftwerksstandorte zu nennen, die sich durch leistungsstarke Wasser-, Gas- und Stromleitungsanbindungen, wie etwa zum Stromübertragungsnetz, für eine Wasserstofferzeugung anbieten. Zum anderen möchten zahlreiche zukunftsgerichtete (Industrie-) Betriebe, wie etwa Bilstein Group, Waelzholz Gruppe, H2 Green Power & Logistics, Kabel Premium Pulp & Paper und Thyssenkrupp Hohenlimburg, Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Unternehmenstätigkeit einsetzen.

Wasserstoff für mittelständische Industrie, Verkehrs- und Gebäudesektor

Dazu beabsichtigt OGE gemeinsam mit Enervie Vernetzt und Westnetz, eine regionale Wasserstoff-Infrastruktur in Südwestfalen zur Bereitstellung des nachhaltigen Energieträgers in der mittelständischen Industrie und weiteren Verbrauchssektoren, wie Verkehrs- und Gebäudebereichen, zu errichten. Das Besondere an diesem Cluster ist die Zusammenarbeit von Netzbetreibern mit sich ergänzenden Kompetenzen. So wird OGE seine Expertise zum Wasserstofftransport einbringen. Dieser Beitrag wird ergänzt um das Fachwissen der Verteilnetzbetreiber Enervie Vernetzt und Westnetz über die Kundenbedürfnisse der Unternehmen und Verbraucher vor Ort.

„Unsere bereits vorhandene Infrastruktur in Deutschland kann mit geringen Anpassungen auch dem Transport von Wasserstoff dienen. Diesen großen Vorteil müssen wir nutzen. 31,5 Millionen Menschen sind in Deutschland an das Verteilnetz für Gas angeschlossen. Durch dieses Netz werden darüber hinaus 1,6 Millionen gewerbliche und industrielle Betriebe versorgt. Perspektivisch können also Millionen Haushalte und Unternehmen direkten Zugang zum Wasserstoffnetz erhalten. Als größter Ballungsraum Deutschlands ist das Ruhrgebiet geradezu prädestiniert, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen“, erklärt Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westnetz-Muttergesellschaft Westenergie und Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrates.

Weitere Partner willkommen

Zur Realisierung eines solchen Clusters möchten sich die Unternehmen insbesondere mit dem technischen und regulatorischen Fachwissen im Transport- und Verteilbereich einbringen, um so die effizienteste und wirtschaftlichste Bereitstellung von Wasserstoff für die Verbraucher sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund stehen die Netzbetreiber gerne bereit, in den kommenden Monaten gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region die vorhandenen Ideen und Konzepte zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur weiterzuentwickeln und zu detaillieren, um die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion fortzuschreiben. Ausgehend von Wirtschaftlichkeitsaspekten und regulatorischen Rahmenbedingungen sollen Realisierungszeitpläne für das Wasserstoff-Cluster „Zukunft RuH2r“ entwickelt und geeignete Förderprogramme für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eingeworben werden.

In diesem Zusammenhang weisen die Projektpartner darauf hin, dass alle Interessenten bei der Entwicklung des regionalen Wasserstoff-Clusters willkommen sind. Es wird eine Erweiterung des Clusters in Richtung Ruhrgebiet und Sauerland, wie etwa dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischen Kreis, Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Kreis Unna und der Stadt Dortmund angestrebt.

 

(Quelle: OGE)

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