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Fernleitungsnetzbetreiber begrüßen den Willen zum energiepolitischen Aufbruch im Koalitionsvertrag

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Autor: Redaktion

Fernleitungsnetzbetreiber begrüßen den Willen zum energiepolitischen Aufbruch im Koalitionsvertrag
(Adobe Stock/malp)

Die Fernleitungsnetzbetreiber begrüßen das erklärte Ziel der Koalitionäre, Wasserstoff zu einem essenziellen Baustein der Energiewende zu machen und dafür die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Dazu gehört, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen einschließlich effizient gestalteter Förderprogramme für einen engagierten Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur sowie die Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine schnellere Realisierung von Wasserstoffnetzen.

„Dem klaren Bekenntnis der Koalitionäre zu ‚Strom- und Wasserstoffnetzen als dem Rückgrat des Energiesystems‘ können wir uns voll anschließen“, macht Inga Posch, FNB Gas Geschäftsführerin, deutlich.

Technologieoffenheit wird gefordert

Die FNB begrüßen ebenfalls das Ziel des Aufbaus von rund 10 GW an Elektrolysekapazität im Jahr 2030.

„Voraussichtlich wird der grüne Wasserstoff zunächst aber nicht ausreichen, um den bis dahin bestehenden Bedarf zu decken und einen schnellen und bezahlbaren Markthochlauf zu erreichen. Dazu wird in einer Übergangszeit auch der Einsatz von blauem Wasserstoff notwendig sein. Die Koalitionäre sollten hier Wort halten und die Rahmenbedingungen für Wasserstoff technologieoffen ausgestalten, um das gemeinsame Ziel des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft zu erreichen“, erklärt Dr. Thomas Gößmann, Vorstandsvorsitzender des FNB Gas. „Technologieoffenheit ist darüber hinaus zentral, die vorhandene Gasinfrastruktur neben Wasserstoff auch für weitere klimaneutrale Gase wie Biogas oder synthetisches Methan zu nutzen – für eine zusätzliche und schnell umsetzbare CO2-Reduktion über alle Sektoren.“

Keine Begrenzung des Wasserstoffeinsatzes auf bestimmte Sektoren

Grundsätzlich positiv bewerten die FNB auch, dass der Einsatz von Wasserstoff nicht auf bestimmte Anwendungsfelder begrenzt werden soll und damit die Dekarbonisierung des Wärmemarktes auch durch den Einsatz von Wasserstoff schnell und sozialverträglich erfolgen kann. Die FNB halten wie die Koalitionäre eine technologieoffene Förderung für klimaneutralen Wasserstoff auch in diesem Bereich für notwendig. Klimaneutrale Moleküle und die zum Transport vorhandenen Netze sind für die Wärmewende unverzichtbar.

„Zugleich beweisen die Koalitionäre beim Thema Erdgas Realitätsbewusstsein, indem sie diesen Energieträger als unverzichtbar für eine Übergangszeit anerkennen. Die Notwendigkeit, in naher Zukunft zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit moderne Gaskraftwerke zu errichten, die später auf Wasserstoff umgestellt werden können, erachten die Koalitionäre richtigerweise als unabdingbar“, so Inga Posch weiter.

Doch nicht nur für Kraftwerke gilt: Die H2-Readiness der Gasinfrastruktur ist ein Potential für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft, das unbedingt genutzt und gefördert werden sollte. Das Bekenntnis der Koalitionäre, für die Bereitstellung von Kapital für die Netzinfrastruktur im europäischen Vergleich auch zukünftig attraktive Investitionsbedingungen schaffen zu wollen, geht hier in die richtige Richtung. Die FNB befürworten diesbezüglich eine gemeinsame Regulierung und Netzplanung für Gas und Wasserstoff und appellieren an die Koalitionäre, sich auch in Brüssel bei den anstehenden Verhandlungen zum neuen Gasbinnenmarktpaket dafür einzusetzen.

Weitere Stimmen zum Koalitionsvertrag finden Sie hier.

 

(Quelle: FNB Gas)

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