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H2-ready Stahlrohre sorgen für Anbindung des LNG-Terminals Wilhelmshaven

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Autor: Magnus Schwarz

H2-ready Stahlrohre sorgen für Anbindung des LNG-Terminals Wilhelmshaven
Rohre der Mannesmann Line Pipe AG (Quelle: Salzgitter)

21. Dezember 2022 | Die Mannesmann Line Pipe GmbH – eine Tochtergesellschaft der Salzgitter AG – hat einen Auftrag des Energienetzbetreibers EWE NETZ GmbH gebucht und trägt mit rund 16.000 t H2-ready Rohren zum Ausbau der LNG-Infrastruktur im Nordwesten Deutschlands bei.

Die Inbetriebnahme der Leitung soll Ende 2023 erfolgen.

Der Neubau schließt an die aktuell in Bau befindliche Anbindungsleitung „WAL“ der OGE von Wilhelmshaven nach Etzel an und geht von Sande im Landkreis Friesland über Westerstede bis nach Nüttermoor/Jemgum im Landkreis Leer. Auf diesen Wegen wird das Erdgas vom LNG-Terminal Wilhelmshaven zum einen in die EWE-Kavernenspeicher Huntorf und Nüttermoor/Jemgum sowie über die nachgelagerten Gasnetze zu den Industrie- und Haushaltskunden transportiert.

Die neue Leitung hat eine Kapazität von bis zu sechs Mrd. m³ Erdgas aus der LNG-Anlandung. Damit könnten – wenn ausreichend Flüssig-Erdgas in Wilhelmshaven ankommt – rund vier Mio. Haushalte im Gebiet Ems-Weser-Elbe mit LNG versorgt werden.

4100 Rohre sind H2-ready

Insgesamt liefert Mannesmann Line Pipe rund 4.100 Rohre im Abmessungsbereich DN 600 in den Längen 18 – und 12 Meter. Die Rohre werden mit der Bahn vom Werk in Hamm nach Sande und Leer transportiert und dann auf die Rohrlagerplätze an der Leitung verteilt. Dies dient nicht nur der Sicherstellung der Logistik, sondern spart CO2 beim Transport ein.

Burkhard Becker, Finanzvorstand der Salzgitter AG:

„Die geplante Leitung ist ein weiterer Baustein, die Gasversorgung Deutschlands zu diversifizieren und krisenfester zu gestalten. Dabei sind die geplanten LNG Terminals von elementarer Bedeutung. Der Salzgitter-Konzern trägt mit seinen Stahl- und Rohrprodukten einen wichtigen Teil zum Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur bei, die auch der sich bildenden Wasserstoffwirtschaft zugutekommen wird.“

Andreas Betzler, kaufmännischer Geschäftsführer, erklärt:

„Wir sind stolz darauf, mit unseren Stahlrohren einen Beitrag zu leisten, die Energieversorgung Deutschlands abzusichern. Wir können die Produktionskapazitäten schnell bereitstellen und flexibel reagieren. Die Rohre sind H2ready – durch sie kann auch später grüner Wasserstoff geleitet werden.”

Die geplante Leitung ist insgesamt rund 70 km lang. Mehr Informationen zum Leitungsprojekt von EWE finden sie hier.

 

(Salzgitter AG/2022)

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