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Baden-Württemberg: 7 Mio. Euro für Wasserstoff-Forschung

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Autor: Magnus Schwarz

Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff (HyFaB): Luftaufnahme des ersten Bauabschnitts am 4. November 2021
© Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)/M. Duckek
Baden-Württemberg

02. Februar 2024 | Das Bundesland Baden-Württemberg investiert 7,2 Mio  Euro in die „Forschungsfabrik für Wasserstofftechnologie und Brennstoffzellentechnik“ (HyFaB). Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Industrialisierung der Produktion von Brennstoffzellen. Konkret sollen zwei Projekte gefördert werden, die die Produktion von Membran-Elektroden-Einheiten beschleunigen und den Ressourceneinsatz optimieren.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes gab am 31. Januar bekannt, die Forschungseinrichtung HyFaB auch in einer dritten Finanzierungsrunde finanziell unterstützen zu wollen. Konkret bedeutet dies rund 7,2 Mio. Euro für das beteiligte Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sowie ein Konsortium aus dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI). Die zuständige Ministerin Thekla Walker bezeichnete die Entscheidung als „logische Fortschreibung von erfolgreichen Forschungsvorhaben”

Der Grund für die Förder-Millionen: Durch die Wasserstoffforschung soll es möglich werden, serientaugliche Brennstoffzellenprodukte in Baden-Würrtemberg zu produzieren. Die beiden nun geförderten Projekte „Robo-MEA-Prep“ und „HyFaB3“ seien dabei Fortsetzungen der beiden ersten HyFaB-Projekte. Diese hatten ebenfalls Fördermittel vom Umweltministerium erhalten.

Ministerium Walker zufolge nehme das süddeutsche Bundesland auch dank der HyFaB bei der Entwicklung automatisierter Produktionsverfahren „eine Vorreiterrolle ein.“

Robo-MEA-Prep” und HyFaB3″: Fokus auf MEA

Eine Kernkomponente für die Industrialisierung der Produktion von Brennstoffzellenstacks ist laut Landesministerium die Membran-Elektroden-Einheit (MEA). Die Verbesserung einer MEA sei jedoch aufwändig, da viele Parameter wie Zusammensetzung, Präparationsart und ‐reihenfolge variabel sind. Derzeit erfolge die Herstellung noch weitestgehend händisch. Auch die Testung sei langwierig; erst nach hunderten von Stunden ließen sich verlässliche Daten generieren.

Hier soll das Projekt „Robo-MEA-Prep“ von ZSW und FZI ansetzen und die Material-, Produktions- und Testbedingungen der MEA optimieren. Damit will man die heutige Herstellungsraten von MEA im kleinen Format (5×5 Zentimeter) vervierfache und eine flexible sowie mobile Automatisierung inklusive vollwertiger Testung erzielen.

Das Fraunhofer ISE konzentriert sich im Projekt „HyFaB3“ hingegen auf die Etablierung von “Referenz-Herstellprozessen” für MEA und der dazugehörigen Hardware. Ziel sei es, einen optimierten Materialeinsatz der ressourcenkritischen Komponenten zu ermöglichen.

 

(Quelle: Land Baden-Württemberg/2024)

 

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