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Norddeutsche Länder und britisches Handelsministerium starten Wasserstoffdialog

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Autor: Magnus Schwarz

24. Oktober 2022 | Zusammen mit dem britischen Handelsministerium führt die norddeutsche Länderinitiative HY-5 erstmalig den „North Meets North Hydrogen Dialogue“ durch, um Synergien zwischen den zwei führenden Wasserstoffstandorten zu fördern.

HY-5, die grüne Wasserstoffinitiative Norddeutschland, informierte auf der Hydrogen Technology Conference & Expo in Bremen über die wichtigsten Wasserstoff-Großprojekte der fünf Bundesländer. Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen 27 IPCEI-Projekte.

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesverkehrsministerium hatten im vergangenen Jahr 62 Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts staatlich gefördert werden sollen. Fast die Hälfte dieser mit acht Milliarden Euro geförderten Großprojekte stammen aus Norddeutschland.

„Wir freuen uns, dass HY-5 mittlerweile als tatkräftige Initiative etabliert ist und wahrgenommen wird und hier in Bremen erneut die Möglichkeit nutzt, Norddeutschland als starke Zukunftsregion für grünen Wasserstoff im Herzen Europas zu präsentieren“, meint WTSH Geschäftsführer Dr. Hinrich Habeck.

North Meets North – neuer Wasserstoffdialog zwischen Nordengland und Norddeutschland

Ein Novum in Bremen in diesem Jahr: HY-5 hat im Rahmen des Messe-Konferenz-Programms erstmalig gemeinsam mit Akteuren aus dem Vereinigten Königreich unter dem Motto „North Meets North Hydrogen Dialogue“ einen wesentlichen Konferenz-Programmpunkt gestaltet.

„Ziel dieser Initiative ist es, Unternehmerinnen und Unternehmern, Investorinnen und Investoren, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie Interessierten sowohl den Norden Englands (The Northern Powerhouse) als auch Norddeutschland als vielversprechenden Wasserstandort näher zu bringen“, so Heike Tipmonta, HY 5 Repräsentantin.

Beide Regionen entwickeln sich derzeit zu führenden Zukunftsregionen für grünen Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Rahmen des gemeinsamen Konferenzprogramms werden Synergien, Möglichkeiten von Kooperationen und Wachstumspotenziale thematisiert.

„Mit dem Ziel bis 2035 die Infrastruktur für eine grüne Wasserstoffwirtschaft aufzubauen, zählt Norddeutschland zu den globalen Wegbereitern dieser Zukunftstechnologie.

 

Durch das konzentrierte Know-How entlang der gesamten Wertschöpfungskette und die Nähe zu den leistungsfähigsten Erneuerbare Energien Regionen ist Hamburg der perfekte Ort, um neue Geschäftsmodelle für nachhaltig erzeugten Wasserstoff zu entwickeln“, sagt Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft und Innovation.

Über HY-5: grüne Wasserstoffinitiative Norddeutschland

Die Wirtschaftsförderungsorganisationen der fünf Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich 2020 zur grünen Wasserstoffinitiative HY-5 zusammengeschlossen. Ziel ist es, international für Neuansiedlungen von Unternehmen zu werben und die ansässigen Unternehmen zu unterstützen.

Norddeutschland stellt sich damit als starke Zukunftsregion für grünen Wasserstoff im Herzen Europas vor und zeigt Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff. Eine aktuelle OECD-Studie bestätigt, dass Norddeutschland besonders für den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft geeignet ist. So besitzt die Region einzigartige Standortvorteile zur Erzeugung erneuerbarer Energien und ein großes Abnahmepotenzial von grünem Wasserstoff – vor allen bei ansässigen Industrieunternehmen.

Damit nehmen die fünf Bundesländer eine Schlüsselrolle beim Erreichen der Klimaschutzziele und dem Gelingen der Energiewende in Deutschland ein. Zahlreiche Faktoren tragen dazu bei: von den höchsten Erzeugungskapazitäten für On- und Offshore-Windstrom und unterirdischen Formationen zur Speicherung von Wasserstoff über Seehäfen mit Logistik- und Importterminals für grünen Wasserstoff und synthetische Energieträger bis hin zu erfahrenen maritimen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen mit wissenschaftlicher Expertise im Bereich neuartiger Energieträger.

Die Industrie mit einem sehr hohen Abnehmerpotential an Wasserstoff vollendet die Wertschöpfungskette und stellt Norddeutschland als einen idealen europäischen Standort mit Zukunftsperspektive dar.

 

Die IPCEI-Projekte Norddeutschlands (Quelle: HY-5)

 

Die HY-5-Initiative hat in den vergangenen Jahren mehrere Webinar-Reihen in Zusammenarbeit mit Germany Trade and Invest (GTAI) durchgeführt, internationale Delegationsreisen und Messeauftritte organisiert und die Vernetzung zu anderen Wasserstoff-Regionen gefördert.

 

(HY-5/2022)

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